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Presse

In Stremmen stehen die Superkühe Stremmen (MOZ) 16.09.2015
Vier Kühe aus Stremmen spielen in der Oberliga mit, wenn es um die Milchproduktion geht. In diesem Jahr haben sie die 100 000-Kilogramm-Marke geknackt, die für eine außerordentliche Lebensleistung steht. Zugleich ist es ein Indikator, wie es den Tieren geht - nämlich gut. Neugierig stecken einige Kühe ihre Köpfe Richtung Gang, als Frank Groß und Bernd Gericke durch den Stall laufen. Mit großen Augen beobachten sie das Geschehen, während andere vollmundig den nächsten Happen Silage in ihrem Maul verschwinden lassen. Hinter ihnen liegen andere in den Liegeboxen und lassen sich von den Menschen überhaupt nicht beeindrucken. "Bei uns werden die Tiere nach Laktationsstadien aufgeteilt", erklärt Frank Groß, Geschäftsführer der Agrargenossenschaft (AG) Ranzig, zu der die Stremmener Milchviehanlage gehört, und die ein konventioneller Betrieb ist. Dies sei sinnvoll, um dem Futteranspruch der Tiere gerecht zu werden. 680 Milchkühe stehen in dem Stall, darunter vier Hochleistungskühe, die Frank Groß lieber als Dauerleistungskühe bezeichnet.
Der Begriff Superkuh sei hier fehl am Platz, macht er deutlich, schließlich sei eine Lebensmilchleistung bei Kühen wie Melissa, Charleen, Wencke und Lissi, in erster Linie ein Ergebnis von komplexen, aufeinander abgestimmten Zusammenhängen, wie sie in einem Milchviehbetrieb ablaufen. "Das fängt schon beim Schnitt des Grases an, das für das Futter der Tiere bestimmt ist", nennt er ein Beispiel. Sind die Halme zu lang, werden sie von den Kühen nicht gefressen und bleiben am Futtertrog liegen. "Dann ist schnelles Handeln erforderlich", betont er. Denn anders als ein Mastschwein, könne man nicht ausschließlich auf Energie im Futter setzen, sondern müsse ihr auch Struktur anbieten, damit sie das Futter mit ihren vier Mägen verdauen könne. "Das Ganze ist wie ein Puzzle. Aus vielen Teilen entsteht am Ende ein Bild", vergleicht Frank Groß. Im Idealfall ist das eines von einer gesunden Kuh, die viel Milch produziert. Dass es in Stremmen derzeit vier Kühe gibt, die eine Lebensleistung von über 100 000 Kilogramm Milch erreicht haben, sei nichts Ungewöhnliches und hänge in erster Linie mit den Verbesserungen in der Haltung zusammen. "Vergangenes Jahr wurde seit der Wende in Brandenburg die 500. Kuh mit dieser Leistung ausgezeichnet", wirft Bernd Gericke, Anlagenleiter in Stremmen, ein.
Zu DDR-Zeiten haben das die Kühe nicht geschafft, weist er hin. Seit über 40Jahren arbeitet er in der Landwirtschaft und beobachtete viele Veränderungen. "Es dreht sich alles um das Wohl der Kuh", betont er. So fallen beispielsweise die Ställe heller aus als früher und die Tiere können zwischen Fress- und Liegeplätzen selbst wählen. Selbst Wellnessangebote gibt. "Alle fünf Monate bekommen die Tiere eine Pediküre. Das ist eine vorbeugende Maßnahme", erklärt Frank Groß. Rechtzeitiges Erkennen, wann es einer Kuh nicht gut gehe, sei das A und O auf einer Anlage wie Stremmen, wo man ein großes Interesse daran habe, dass die Kühe vor allem eines werden; nämlich alt. "Nur eine alte Kuh bringt auch Geld", sagt Groß. Die vier "Superkühe" sind jedoch nicht die Einzigen im Land Brandenburg. Nach Auflistung des Landeskontrollverbandes Berlin-Brandenburg sind es derzeit 103. Insgesamt gibt es 12 200 Milchkühe auf 35 Betrieben im Landkreis Oder-Spree. 2150 Kühe sind auf vier Betriebe in Frankfurt (Oder) verteilt. Alle züchten mit der Rasse Holstein-Friesian Rind, die für ihre Milchleistung bekannt ist. Auch in Stremmen setzt man auf diese Rasse. "Die beste Kuh ist jene, die gar nicht auffällt", wirft hingegen Bernd Gericke ein. Sie kämen mit den Bedingungen in Stremmen am besten zurecht. So sei es auch mit Melissa gewesen. Regelmäßige Kontrollen des Landeskontrollverbandes Berlin-Brandenburg ließen erkennen, dass das zehnjährige Tier, sich von den anderen abhebt. Ebenso die Daten, die Bernd Gericke stets im Blick hat, wiesen daraufhin. "Hier kann man sehen, wann sie aus der Aufzucht kam, wie viele Kälber sie hatte und wie hoch die Eiweiß- und Fettwerte in ihrer Milch waren", nennt er einige Beispiele, als er in die Datenbank auf seinem Computer schaut. Wie Frank Groß sieht er hinter der Milchviehhaltung ein komplexes Gefüge von verschiedenen Akteuren, die präzise arbeiten müssen, damit es den Tieren gut geht, die Milchleistung stimmt und der Betrieb dennoch wirtschaften kann.
MOZ Red. Beeskow, beeskow-red@moz.de Annika Bischof 16.09.2015

Märkischer Markt 14/15.05.2014
Luckau | Ranzig
Kuh Joringel mit Q-Qualitäten
Beim Rinderzuchtwettbewerb in Luckau wurde kürzlich Joringel aus der Ranziger Agrargenossenschaft als prachtvollstes Tier unter 21 Kühen in der Mittleren Kuhklasse gekürt. Auch bei weiteren Wettbewerben zeigte Joringel echte Q-Qualitäten und wurde letztlich als "MiSS Südbrandenburg" gekürt.
Foto: Dagmar Kinter

MOZ 24.06.2011 Jörg Kühl
"Europas modernste Landfleischerei" Ranzig (moz)
Mehr als hundert Gäste haben am Donnerstag die Einweihung der umgebauten und erweiterten Landfleischerei in Ranzig gefeiert. Die Produktion ist jetzt um ein Drittel größer geworden. Außerdem wurde das Ladengeschäft um ein Imbisslokal erweitert. Insgesamt zwei Millionen Euro beträgt die Investition, wie der Vorstandsvorsitzende der Agrargenossenschaft, Frank Groß, mitteilt.
Schlüsselübergabe: Werner Steinbach von der Firma Plattenhardt + Wirth Kühlraumtechnik gratuliert Frank Groß (l.) von der Agrargenossenschaft Ranzig. Vor den Gästen sagte er, Ranzig verfüge nun über die modernste Landfleischerei Deutschlands, wahrscheinlich sogar Europas. Die Erweiterung sei notwendig geworden, weil der Betrieb an Kapazitätsgrenzen gestoßen sei, und weil die Umsetzung von EU-Vorschriften eine größere Investition erforderlich gemacht hätten. Im Produktionsbereich sieht man Edelstahl, so weit das Auge reicht. Hygieneschleusen, Kühlräume, Apparaturen – alles ist auf dem neuesten Stand. „Wir stellen in diesem Jahr einen zusätzlichen Fleischer ein“, verrät der Vorstandsvorsitzende.
Derzeit sind acht Fleischer, acht Verkäuferinnen und drei Techniker in der Fleischerei beschäftigt. Außerdem bildet der Betrieb derzeit drei Fleischer und zwei Fleischfachverkäuferinnen aus. Die Landfleischerei, die 1988 als Betriebsteil der „LPG Pflanzenproduktion Stremmen“ aufgebaut worden war, und nach der Wende in eine Genossenschaft gewandelt wurde, unterhält Verkaufsstellen in Frankfurt (Oder), Storkow, Fürstenwalde, und Brieskow-Finkenheerd, sowie einen mobilen Verkaufswagen, der unter anderem Beeskow anfährt. Tauches Bürgermeister Gerd Mai bezeichnete den Betrieb als „Aushängeschild“ für seine Gemeinde. Gerade im ländlichen Bereich sei der Erhalt und der Ausbau von Arbeitsplätzen in der Landwirtschaft und im verarbeitenden Gewerbe „extrem wichtig“. „Ich bin sehr froh und glücklich über diese Investition.“ Frank Groß dankte den Geldgebern und Behörden, die die Voraussetzungen für die Erweiterung geschaffen hätten und den ausführende Firmen: „Alles bei laufendem Betrieb und unter Einhaltung der Hygienevorschriften umgesetzt zu haben, darauf können wir alle stolz sein.“ In der Agrargenossenschaft Ranzig/Stremmen, zu der der die Fleischerei gehört, arbeiten insgesamt 70 Mitarbeiter. Der Großbetrieb verfügt über 1700 Hektar Land und bezieht die Schweine und Rinder für die Fleischerei aus eigener Produktion.

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